Titelbild Sofi klein          Titelbild Finsternisse

Beobachtung von Sonnen- und Mondfinsternissen







The Great American Eclipse 2017
Totale Sonnenfinsternis am 21.08.2017 in den USA

Die Sonnenfinsternis hat eine eigene umfangreiche Seite bekommen, siehe:

Sonnenfinsternis Diamantring, klein Totale Sonnenfinsternis am 21.08.2017 in den USA






Totale Mondfinsternis am 28.09.2015

Die totale Mondfinsternis konnte bei wolkenlosem Himmel beobachtet werden. Gegen 03:30 Uhr war der Mond bereits zur Hälfte im Erdschatten. Fotografiert wurde mit dem Photoscope (72/432 ED APO) mit 2" Flattner und Canon EOS 450D. Am Tag zuvor hatte ich noch schnell eine Befestigung gebaut, so dass das Photoscope auf der Taurus GM-60 Montierung mitfahren konnte. Das Ende der totalen Phase und den Austritt aus dem Kernschatten konnte ich nicht aufnehmen, da der Mond hinter dem Westgiebel der Sternwarte verschwand.
Das war die dunkelste Mondfinsternis, die ich bisher erlebt habe.

Ein paar Daten zur Mondfinsternis (Quelle: calsky.com):

Mofi 04:07
Mofi 04:07 Uhr MESZ ISO100 3,2s (Ende der partiellen Phase)

Mofi 04:18
Mofi 04:18 Uhr MESZ ISO400 2,5s (nach Beginn der totalen Phase)

Mofi 04:46
Mofi 04:46 Uhr MESZ ISO400 4,0s (Mitte der Finsternis)

Mofi 05:03
Mofi 05:03 Uhr MESZ ISO400 6,2s (kurz vor Ende der totalen Phase), der austretende Stern rechts oben ist PPM143269 mit 10,4 mag







Partielle Sonnenfinsternis am 20.03.2015

Die partielle Sonnenfinsternis konnte in voller Länge bei wolkenlosem Himmel beobachtet werden. Ich hatte mein MEADE 10" LX200 Teleskop an der Volkssternwarte Buchloe aufgebaut. Mit einem Sonnenfilter (AstroSolar-Folie, Weißlicht) bei ca. 62-facher Vergrößerung (Okular mit 40mm Brennweite) konnten viele Besucher die teilverfinsterte Sonne gefahrlos beobachten. Ein Sonnenfleck war zu sehen, der dann später vom Mond verdeckt wurde. Zum Maximum der Finsternis fiel die Temperatur spürbar, dadurch herrschte allerdings sehr gutes Seeing und man konnte die Mondberge am Mondrand erkennen. Fast so, als hätte jemand die Sonnensichel unsauber ausgeschnitten.

Zu Beginn der Finsternis
Zu Beginn der Finsternis stand der Besucheransturm noch bevor.

Ein paar Daten zur Sonnenfinsternis (Quelle: calsky.com):

Sofi um 09:40 Sofi um 09:40 Uhr

Sofi um 09:59 Sofi um 09:59 Uhr

Sofi um 10:16 Sofi um 10:16 Uhr

Sofi um 10:27 Sofi um 10:27 Uhr

Sofi um 10:37 Sofi um 10:37 Uhr (Maximum)

Sofi um 10:57 Sofi um 10:57 Uhr

Sofi um 11:29 Sofi um 11:29 Uhr

Sofi um 11:45 Sofi um 11:45 Uhr

Fotografiert wurde mit dem Photoscope (72/432 ED APO) mit 2" Flattner und Canon EOS 450D, 1/1600s bei ISO 100.

Weitere Auswirkungen der Sonnenfinsternis:
Temperaturrückgang und verminderter Ertrag der Photovoltaik-Anlage.

Temperraturrückgang Temperraturrückgang    verminderter PV-Ertrag verminderter PV-Ertrag







Finsternisse Kapitel6


Die partielle Sonnenfinsternis am 04.01.2011 konnte fast in ganzer Länge in Kaufering beobachtet werden. Noch vor der maximalen Phase zog die Wolkendecke auf und gab den Blick auf die sichelförmig verfinsterte Sonne frei. Am Vorabend hatte ich mir noch schnell einen Sonnenfilter aus Baaderfolie gebastelt, den man auf das Teleobjektiv der Kamera stecken kann. Mit Stativ, Kamera, Sonnenfilter und kabelgebundenem Fernauslöser rannte ich zum Schlittenberg, um eine günstige Beobachtungsposition zur tiefstehenden Sonne zu haben. Hier sind die besten Bilder aus der Serie:

Sofi um 09:02
04.01.2011 09:02 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)

Sofi um 09:04
04.01.2011 09:04 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)

Sofi um 09:16
04.01.2011 09:16 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)

Sofi um 09:23
04.01.2011 09:23 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)

Sofi um 09:30
04.01.2011 09:30 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)

Sofi um 09:47
04.01.2011 09:47 Uhr MEZ, Canon EOS 450D mit EF-S 55-250/1:4-5.6 IS (Einstellung: 250mm Brennweite)






Finsternisse Kapitel5


Die Mondfinsternis am 16.08.2008 war partiell. Ca. 81% des scheinbaren Durchmessers des Mondes lagen im Kernschatten der Erde. Das Wetter war nicht optimal, vielfach zogen Schleierwolken vorüber, die Atmosphäre war sehr dunstig und dießig. Die Aufnahmen entstanden mit der Canon Powershot A60 afokal hinter das 40mm Foto-Okular gehalten.

Mofi um 23:15 23:15 Uhr MESZ, Phase maximaler Verfinsterung, Dunst und Schleierwolken verdunkeln das Bild.
Mofi um 23:54 23:54 Uhr MESZ, Austritt in den Kernschatten.







Finsternisse Kapitel4


Die Sonnenfinsternis am 01.08.2008 war eine totale Finsternis in Kanada über Grönland, das nördliche Sibirien bis nach China. Hier in Deutschland war sie partiell zu sehen.
Ich habe sie teilweise beobachten können. Bei schwülwarmem Wetter zog oft starke Bewölkung vorüber. Zu Beginn der Finsternis kam sogar ein Regenschauer. Zum Glück gabe es kurz vor der maximalen Phase eine größere Wolkenlücke, so dass ich einige Aufnahmen machen konnte. Ich nutzte das LX200GPS in der Dachsternwarte Kaufering mit Baader-Sonnenfilterfolie und einem 40mm-Foto-Okular und knipste mit der (Canon Powershot A60), in dem ich sie freihändig hinters Okular hielt.
Die Sonne war völlig fleckenfrei. Leider bilden sich einige Schmutzpartikel auf den Linsenflächen als dunkle Kreise ab.

Sofi um 11:27 11:27 Uhr MESZ, ca. 5 min vor der maximalen Verfinsterung. Einige Wolken und Hoher Dunst verdunkeln das Bild.
Sofi um 11:44 11:44 Uhr MESZ, ca. 11 min nach der maximalen Verfinsterung.
Sofi um 11:49 11:49 Uhr MESZ, ca. 16 min nach der maximalen Verfinsterung.
Sofi um 11:57 11:57 Uhr MESZ, ca. 24 min nach der maximalen Verfinsterung.
Sofi um 11:59 11:59 Uhr MESZ, ca. 26 min nach der maximalen Verfinsterung.
Sofi um 12:01 12:01 Uhr MESZ, ca. 28 min nach der maximalen Verfinsterung. Es kommen neue Wolken. Die weitere Verfolgung des Schauspiels ist nicht möglich.







Finsternisse Kapitel3


Die Sonnenfinsternis am 29.03.2006 war eigentlich eine totale Finsternis in Afrika (Libyen) und in der Türkei. Hier in Deutschland war sie partiell mit max. 40% Bedeckungsgrad. Ich habe sie in Wünschendorf im Erzgebirge beobachten können. Die Wetterverhältnisse waren nicht so gut, wie man es sich gewünscht hätte. Teilweise zog starke Bewölkung vorüber, nur in kleineren oder größeren Wolkenlücken war der Finsternisverlauf zu sehen.
Für die Aufnahmen verwendete ich den AS 100/1000 Refraktor und eine Digicam (Canon Powershot A60), die mit Adapterringen an einem 2" Fotookular angebracht war (afokale Fotografie). Bei maximalem optischen Zoom (3x) passt die Sonnenscheibe fast formatfüllend ins Bild.
Um 11:42 Uhr sollte der erste Kontakt stattfinden, man konnte jedoch nichts erkennen. Dann kamen Wolken. Um 11:48 war die Sonne wieder frei und der Mond "knabberte" rechts unten am Sonnenrand. Das erste Foto entstand um diese Zeit. In den Wolkenlücken nahm ich viele Bilder auf. Gegen 12:05 zogen größere Wolkenfelder durch. Zwischenzeitlich gab es Lücken. Gerade während des Maximums der Finsternis um 12:38 Uhr war es stark bewölkt. Danach gab es wieder mehr Lücken. Insgesamt konnte ich über 100 Aufnahmen machen, von denen ich einige hier zeige.

Sofi um 12:19 12:19 Uhr MESZ, ca. 20 min vor der maximalen Verfinsterung.
Sofi um 12:19 12:50 Uhr MESZ, meistens war die Finsternis nur durch Wolken zu sehen. (Aufnahme ohne Refraktor)
Sofi um 12:19 13:35 Uhr MESZ, Der Mond verschwindet bereits, dabei gibt er die Sicht auf den Sonnenfleck wieder frei. Leichte Schleierwolken verhüllen den klaren Blick.

Aus 12 zumeist wolkenfreien Aufnahmen der Finsternis habe ich eine Animation zusammengestellt:

Sofi am 20.03.2006 Gif-Animation






Finsternisse Kapitel2


Dem Wetterbericht zufolge erschien es unsicher, ob die Mondfinsternis beobachtbar sein würde oder nicht. Zum Glück verzogen sich die Wolken rechtzeitig und das gesamte Schauspiel konnte beobachtet werden.
Gegen 0:33 Uhr MEZ trat der Mond in den Kernschatten der Erde ein. So schnell kam ich mit dem Alignment des Teleskops gar nicht hinterher, wie der bereits "angeknabberte" Mond immer dunkler wurde. Aufnahmen mit der Digicam (Canon Powershot A60) am Teleskop sind leider nicht gelungen. Stattdessen knipste ich einfach mit maximalem Zoom, wobei die Kamera auf einem Stativ aufgestellt war.

Mofi um 01:30 01:30 Uhr MEZ, mehr als die Hälfte des Mondes ist schon im Kernschatten.
Mofi um 01:43 01:43 Uhr MEZ, nur noch ein schmaler Rand leuchtet hell.
Mofi um 02:16 02:16 Uhr MEZ, inmitten der totalen Phase.
Mofi um 02:18 02:18 Uhr MEZ, inmitten der totalen Phase.

Sternenhimmel bei total verfinstertem Mond Der Sternenhimmel bei total verfinstertem Mond. Der Balkon über mir versperrt teilweise die Sicht nach oben.






Finsternisse Kapitel1


Panorama der Sonnenfinsternis
Panorama der Sonnenfinsternis (Anklicken zum Vergrößern)


Gegen 03:45 Uhr MESZ brach ich zum Beobachtungsplatz auf. Dieser liegt nahe Schwabmünchen (Bayern) ca. 40-50m über dem Lechfeld und man hat eine ausgezeichnete Horizontsicht in Richtung Nordost. Dort traf ich gerade noch rechtzeitig ein, um in der beginnenden Dämmerung mit hellen Referenzsternen das Teleskop einrichten zu können. Gegen 05:00 Uhr kamen noch mehr Sonnenfinsternisbeobachter. Kurz vor dem Schauspiel hatten sich ca. 25 Personen eingefunden. Alle richteten ihre Teleskope, Ferngläser und Kameras auf den Punkt aus, wo in Kürze die Sonne aufgehen würde.

Beobachter der Sonnenfinsternis

Jetzt! Um 05:21 Uhr kommt der erste blutrote Sonnenstrahl durch den Horizontdunst. Ein winziges Lichtpünktchen ist zu sehen. Nun erkennt man die erste Spitze der sichelförmig verfinsterten Sonne. Kurz darauf erscheint die zweite Spitze. Welch ein Anblick, es ist zauberhaft. Einzelne Jubelrufe sind zu hören und Kameraverschlüsse klicken.

Durch verschiedene Luftschichten verformte sich die sichelförmige Sonne so stark, dass es aussah als schwimmt ein leuchtend rotes Kanu am Horizont entlang. Mein Kollege Rainer Daasch hatte seine Kamera am Teleskop angebracht. Leider mussten wir feststellen, dass die Sonnenscheibe nicht ganz auf den Kleinbildfilm passte. Die Brennweite von 2,50m des LX200GPS ist zu lang. Trotzdem konnten wir einige beeindruckende Bilder festhalten.

Sofi um 05:23 05:23, Die sichelförmig verfinsterte Sonne wird von verschiedenen Luftschichten stark verformt, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS
Sofi um 05:23 05:23, Die sichelförmig verfinsterte Sonne wird von verschiedenen Luftschichten stark verformt, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS
Sofi um 05:24 05:24, Die sichelförmig verfinsterte Sonne wird von verschiedenen Luftschichten stark verformt, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS
Sofi um 05:24 05:24, Die sichelförmig verfinsterte Sonne, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS
Sofi um 05:26 05:26, Die sichelförmig verfinsterte Sonne, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS
Sofi Teleobjektiv Die sichelförmig verfinsterte Sonne, Aufnahme mit Teleobjektiv (c) Rainer Daasch
Sofi Teleobjektiv Die sichelförmig verfinsterte Sonne, Aufnahme mit Teleobjektiv (c) Rainer Daasch
Sofi Austritt Die verfinsterte Sonne wird langsam vom Mond wieder freigegeben, Aufnahme im Primärfokus des LX200GPS mit Baader-Sonnenfilterfolie
Sofi Zoomobjektiv Die verfinsterte Sonne, Aufnahme mit Zoomobjektiv (c) Rainer Daasch
Beobachter der Sonnenfinsternis Die Autoren während der Beobachtung




[ Stand: 07.10.2017 | Email Icon Gregor Krannich | Homepage Gregor & Cornelia Krannich ]